Liedertafel Freudenberg

Die Wurzel der Liedertafel

1837 bis 1846

Bereits im Jahre 1837 wurde in Siegen im Vorlaenderschen Saal am Markt die erste förmliche ,,Liedertafel" abgehalten. Liedertafel war dann auch der Name weiterer Chöre, die in Freudenberg 1842 und in Hilchenbach 1843 entstanden. Gemeinsame Konzerte in Siegen 1842 und das erste Siegener Sängerfest 1846 waren erste Stationen auf einem langen Weg.

34 Jahre nachdem Karl Friedrich Zelter in Berlin den ersten Gesangverein Deutschlands gegründet hatte, riefen 21 sangeslustige Freudenberger Bürger im Jahre 1842 den Männergesang Verein „Liedertafel“ offiziell ins Leben. Der erste Dirigent, Johann Wilhelm Röcher, brachte den Verein in kurzer Zeit auf ein musikalisch beachtliches Niveau.

So konnte die Freudenberger Liedertafel bereits 1846 an Siegens erstem Sängerfest teilnehmen. Von diesem großem Fest besaß der Verein laut Zeitungsberichten ein 15seitiges Original-Programm, in dem alle Sänger der sechs mitwirkenden Gesangvereine namentlich aufgeführt sind. Da uns nicht mehr bekannt ist, ob dieses Dokument sich noch in Privatbesitz befindet, muss davon ausgegangen werden, dass diese dem Sängerheim Brand am 21. April 2015 zum Opfer viel.
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Vorsitzende 1842 bis 1917

1842 - Wilhelm Weiland
- Emil Klappert
- Albert Stahlschmidt
- August Franke
- Albert Beel
- Bernhard Siebel
- Albert Franke

Chorleiter 1842 bis 1917

1842 - Jakob Wilhelm Röcher
- G. Bertge
- Karl Sterzenberg
1861 – Gustav Berlin
1877 – Lehrer Klein
1912 – Lehrer Uffelmann
1913 – Lehrer Eickel

Der erste Verein in Freudenberg

1847 bis 1917

Die erste Vereinsfahne, die neun Jahre nach Gründung angeschafft wurde, konnte den Flammen entrissen werden und befindet sich noch heute in Vereinsbesitz, bedarf aber dringendst einer professionelle Restaurierung .

Auch bei der Einweihung des Freudenberger Friedhofes 1853 und der des dort befindlichen Kriegerdenkmals nach dem ersten Weltkrieg wirke nachweislich die Liedertafel mit. 

Im 19. Jahrhundert erlebt das Singen eine Blüte. Für Revolutionäre, Burschenschaftler und Studenten ist es eine wichtige Ausdrucksform. Die meisten Komponisten des 19. Jahrhunderts schaffen auch Werke für Chöre und fördern damit diese Bewegung .

Vor dem Brand besaß der Verein auch die Kassenbücher mit Namen und Beiträgen der Sänger von 1892 bis 1914. Während des ersten Weltkrieges musste der Sängerbetrieb stillgelegt werden.

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Chorleiter 1918 - 1933

1918 – Lehrer Wendtland
– Lehrer Bower
1920 – Lehrer Bach
1923 – Lehrer Lodewig
1924 – Lehrer Bach
1927 – Adolf Lohmann
1928 – Lehrer Bobber
1933 – Lehrer Bach
1933 – Lehrer Irle

Zwischen Neuanfang ...

1918 bis 1933

Mit dem Singen begann man 1918 nach Kriegsende wieder. Dirigent wurde Lehrer Wendland. 1920 wurde der Beitrag um 100% auf 1 Mark pro Monat erhöht. Im Kreis fanden trotzdem viele Sänger-treffen und Wettbewerbe statt, von denen noch im Sängerheim ausgestellte Urkunden zeugen.

In Folge der einsetzenden Inflation betrug der Monatsbeitrag im Jahr 1923 in den Monaten Oktober und November 50 Milliarden Mark.
Der Verein bestand im Jahre 1927 aus 25 aktiven Sängern. Otto Bettendorf war erster Vorsitzender.
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... und Stundung

Da der Chor in dieser Zeit erhebliche finanzielle Probleme hatte ,wurde mit durch Spenden erworbenem Geld, ein achtel Los der preussischen Klassenlotterie erworben. Die Sänger hofften das ein Volltreffer die finanzielle Not beenden würde. Da dieses Geld aber ausblieb wurde der Verein im Jahre gestundet und die Singetätigkeit eingestellt.

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Vorsitzende 1918 - 1933

1918 – Fritz Kattwinkel
1921 – Hermann Schuß
1923 – Linus Becker
1925 – Otto Bettendorf

Reich an Sängern

1946 bis 1977

Im Jahre 1946 trafen sich 22 Sänger und ließen die Liedertafel wieder aufleben. Otto Bettendorf wurde wieder 1. Vorsitzender und der frühere Dirigent Karl Bach übernahm die musikalische Leitung. In den darauf folgenden Jahren wurde Klemens Böhmer Chorleiter der Liedertafel

Am 31.05.1947 schloss sich der Verein dem deutschen Sängerbund an.

Im Jahr 1948 holten die Sänger das 100jährige Bestehen des MGV Liedertafel mit einem Festakt nach an dem die Freudenberger Bevölkerung regen Anteil nahm. Hierfür wurde eine neue Vereinsfahne von den Sängerfrauen gestiftet.

Ein besonderer Tag im Leben des Männergesangvereins war der 27. Mai 1957, als eine Abordnung nach Köln fuhr und dort in der Messehalle bei einem großen Festakt die von der Bundesrepublik gestiftete Zelter-Plakette aus den Händen des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss in Empfang nehmen konnten.

1967 wurde das 125. Jubiläum mit 42 aktiven Sängern gefeiert.
So richtig bombastisch wurde dann 5 Jahre später das 130. Jubiläum drei Tage lang gefeiert. Es kamen weit über tausend Freunde und Besucher zum Festkommerz und dem anschließendem  großen Zapfenstreich nach Freudenberg,  Am  Sonntag war dann ein farbenprächtigen Festumzug mit über 30 Vereinen angesagt. Anschließen beteiligten sich 24 Gesangvereine am Freundschaftsingen. Zum leiblichen Wohl wurde ein Ochs am Spieß gegrillt. Am darauffolgenden Montag reichte es noch für eine zünftige Erbsensuppe für alle.
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Chorleiter 1946 - 1997

1946 – Karl Bach
1949 – 1997 Klemens Böhmer
1997 – Oliver Harnischmacher

Zelterplakette

CARL FRIEDRICH ZELTER- (1758-1832) zum Singen im Chor

„Jeder Fremde und jedes hinzutretende Mitglied findet darin etwas, wo die Tugend gern verweilt; Aufmerksamkeit ohne sichtbare Anstrengung, Schönheit ohne Verzug, Mannigfaltigkeit aller Stände, Alter und Gewerbe, ohne affektierte Wahl; Ergötzung an einer schönen Kunst, ohne Ermüdung;“

Am 7. August 1956 unterzeichnete Bundespräsident Heuss den Erlass für die Ehrung von über 100-jährigen Gesangsvereinen durch die Zelter-Plakette, die auf Antrag vergeben wird. 

Der Innenminister des Bundes schlägt dem Bundespräsidenten vor, wer für eine Ehrung in Frage käme. Der Innenminister erhält die Vorschläge von den jeweiligen Kulturminister der Länder. 

Der Kultusminister des Landes bekommt die zu Ehrenden von einem Empfehlungsausschuss vorgeschlagen. Dieser setzt sich aus drei Mitgliedern des deutschen Chorverbands, einem Vertreter des Bundesministers des Innern und einem Vertreter der ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder zusammen.

Anträge zur Ehrung erhält der Empfehlungsausschuss über die Chorverbände, die die Voraussetzungen prüfen und bestätigen müssen. 

Bei Vereinen die keinem Chorverband angehören, prüft die Voraussetzungen der jeweilige Kultusminister und bei ausländischen Vereinen macht dies die zuständige deutsche Vertretung über das Auswärtige Amt. 

Der MGV Liedertafel 1842 Freudenberg e.V. ist Mitglied im Chorverband der Siegen und bekam die Zelter-Plakette am 27.05.1957 verliehen. Durch die Plakette und einer Ehrenurkunde wurde gewürdigt, dass sich der MGV Liedertafel „in ernster und erfolgreicher musikalischer Arbeit der Pflege des Chorgesanges gewidmet und im Rahmen der örtlich gegebenen Verhältnisse künstlerische oder volksbildende Verdienste erworben hat.“

Wer war Carl Friedrich Zelter?

Carl Friedrich Zelter (1758-1832) war ein Zeitgenosse Wolfgang von Goethes und mit diesem mehr als 30 Jahre gut befreundet.

Professor C.F. Zelter, Musikpädagoge, war ein damals sehr bekannter deutscher Musiker, Komponist und Dirigent. 

C.F. Zelter war nach dem Gründer des gemischten Chores „Sing-Akademie“ zu Berlin deren 2. Direktor. Die Sing-Akademie ist die älteste, noch heute existierende gemischte Chorvereinigung der Welt. Sie wurde 1791 vom Hofcembalisten Friedrichs des Großen Christian Fasch (1736-1800) gegründet. 

Die „Liedertafel“, den ersten reinen Männerchor in Deutschland, gründete C.F. Zelter am 24.Januar 1809 in Berlin. Mitglied werden konnten nur Sänger, Dichter oder Komponisten. 

Er hat die kulturelle Entwicklung der Musik in seiner Zeit stark geprägt und weitergebracht. In dieser Zeit entwickelte sich neben der elitären Musik „bei Hofe“ die „bürgerliche“ in der Breite der Gesellschaft. Die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung seiner Zeit führte in der Folge zur Gründung einer Vielzahl von Gesangvereinen, auch der des Liederkranz Heßheim im Jahre 1842.

Nach Zelter waren die Direktoren der Sing-Akademie ebenso die „Meister“ der Liedertafel. 

Zu den monatlichen „Singstunden“ gehörte neben der Pflege der Fröhlichkeit, Gemütlichkeit und des Gesangs auch was Gutes zum Essen und Trinken, wobei öffentliche Auftritte die Ausnahme waren.

 



 


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Vorsitzende 1949 - 2000

1949 – Helmut Goeke
1949 – Anton Eysen
1953 – Willi Fischbach
1961 – Otto Roden
1969 – Günter Loos
1972 – Erich Klein
1973 – Alfred Lück
1974 – Adolf Bender
1976 – 1999 Gerd Hilse

Auf zum Meisterchor

1978 bis 1999

1978 wird der Gerd Hilse zum ersten mal zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er wird dieses Amt die nächsten 22 Jahre ununterbrochen begleiten, um dann nach 9 Jahren Pause erneut anzutreten.

1984 errang die Liedertafel mit seinem langjährigen Chorleiter Klemens Böhmer den Titel „Meisterchor“.

Den 150. Geburtstag des Vereins feierten die Sänger im Juli 1992
Ein Freundschaftssingen und ein großer Heimatabend im Schulzentrum in Büschergrund bildeten einen würdigen Rahmen. Ein ökumenischer Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen beendeten die Geburtstagsfeier.

Im Oktober 1989 wurde das in Eigenleistung gebaute Sängerheim Am Silberstern 23 eingeweiht.

Das Jahr 1997 brachte einen Einschnitt in der musikalischen Leitung. Klemens Böhmer legte aus gesundheitlichen Gründen nach fast 50 Jahren sein Amt als Chorleiter nieder. Oliver Harnischmacher wurde von den Sängern als neuer musikalischer Leiter gewählt.

1998 wurden durch den Anbau einer ca. 40 m² großen Bühne die Nutzungsmöglichkeiten des Vereinsheims weiter verbessert. Im gleichen Jahr wurde zum ersten mal eine Frau Chorleiter der Liedertafel. Frau Klüser übernahm die musikalische Leitung des Chores.

Mit gutem Erfolg nahm der Chor im Jahre 1999 an einem Wertungssingen in Eckmannshausen teil. Ein Konzert mit den Schwarzmeer Don Kosaken in der Aula des Schulzentrums rundete ein musikalisch erfolgreiches Jahr ab.
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Chorleiter 1998 - 2016

1998 – Dagmar Klüser
2010 – Dieter Ohm
2016 - Daniel Lorsbach

Vorsitzende 2000 - 2019

2000 – Gerhard Berg
2004 – Eckhard Kohl
2006 – Thomas Mrogenda
2010 – Gerd Hilse
2014 - Dr. Jörg Zwinscher
2019 - Sven Wachter

Von einem Auftritt zum Anderen

2000 bis 2009

Das Jahr 2000 brachte für den Chor, in personeller Hinsicht , eine große Veränderung. Der langjährige 1.Vorsitzende Gerd Hilse stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl. Die Versammlung wählte Gerhard Berg mit großer Mehrheit zu ihrem neuen 1. Vorsitzenden. In musikalischer Hinsicht brachte dieses Jahr mit dem Erwerb der Zuccalmaglio Medaille die Berechtigung den Titel "Volkslieder-Leistungschor des Sängerbundes NRW ev." zu tragen.

Im Jahre 2002 konnte der Chor auf 160 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Mehrere Festveranstaltungen, teils mit befreundeten Vereinen aus Alsdorf bei Aachen und Burscheid sowie den Chören der Arbeitsgemeinschaft Freudenberg prägten das Jubiläumsjahr, das mit einem großen Jubiläumskonzert unter Mitwirkung von Musikern und Solisten der Platin-Scala aus Wenden abgeschlossen wurde.

Bei einem Jubiläumskonzert des befreundeten Dillnhüttener Gesangvereines in Kreuztal konnte die Liedertafel ihr Können beweisen.

Das Jahr 2003 stand wieder ganz im Zeichen der Leistungssteigerung. Man wagte sich wieder an ein Leistungssingen heran und hatte damit insoweit Erfolg, als mit dem Bestehen der 1. Stufe der Chor sich jetzt "Leistungschor der Stufe 1" nennen darf und damit den ersten Schritt auf dem Wege zum Meisterchor getan hatte.

Neben vielen sonstigen öffentlichen Auftritten (Kurkonzert usw.) wirkte der Chor im Dezember an einem vorweihnachtlichen Konzert in der ev. Kirche in Alchen mit. Außerdem konnte unsere Chorleiterin in diesem Jahre auf eine 25-jährige Chorleitertätigkeit zurückblicken und der Chor konnte diesem Ereignis bei zwei Jubiläumskonzerten in der Talkirche in Geisweid und der kath. Kirche in Freudenberg einen würdigen Rahmen geben.

Unter dem Aspekt "Wie kann man neue, besonders junge Sänger für den Chor begeistern?" wurde ein neuer Weg beschritten. Aus einem Kern insbesondere jüngerer Sänger aus der Liedertafel wurde ein Projektchor gebildet, der verstärkt durch neue Interessenten zunächst versuchsweise einmal öffentlich auftreten sollte (beim jährlichen Kurkonzert im Kurpark). Leider stellte sich das erhoffte Ergebnis, neue Sänger zu gewinnen, nicht ein und das Projekt musste wieder aufgegeben werden.

Das Jahr 2004 war gleich zu Beginn durch wesentliche personelle Veränderungen im Vorstand geprägt. So stand Gerhard Berg für eine Wiederwahl als 1. Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung und für den im vergangenen Jahr verstorbenen 2. Vorsitzenden Dieter Ohrndorf musste eine Neuwahl stattfinden. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm nach längerer Bedenkzeit schließlich vorübergehend Eckhard Kohl und zum 2. Vorsitzenden wurde Kasimir Kulczycki gewählt

Im März war der Sängerkreis Siegerland mit seiner Frühjahrsversammlung in Freudenberg zu Gast.

Anfang Juni startete der Chor zu einem Mehrtagesausflug nach Eisenach. Mit der Wartburg und dem Bach-Haus erlebte die Reisegruppe hautnah deutsche Kulturgeschichte. Mehrere öffentliche Auftritte zu den verschiedensten Anlässen wurden durch zwei Gottesdienst-Mitgestaltungen in der kath. Kirche und der ev. Kirche in Freudenberg abgerundet.

Einen leistungsmäßigen Höhepunkt bildete schließlich die Wiedererlangung des Titels "Volksliederleistungschor im Sängerbund". Unter Mitgestaltung von 4 jungen Musikern und einigen Mitgliedern der Freudenberger Freilichtbühne konnte die strenge Jury in Monheim überzeugt werden und die Liedertafel darf den Titel "Volksliederleistungschor" für weitere drei Jahre tragen

2005 - Gleich im Januar des neuen Jahres beteiligte sich der Chor an dem Konzert mit dem ukrainischen Chor Blagovist in der Kirche in Oberholzklau, gemeinsam mit dem dortigen Kirchenchor und dem katholischen Kirchenchor Freudenberg.

Ein großer Tag für den ehemaligen und langjährigen 1. Vorsitzenden Gerd Hilse war der 15. Februar. Er empfing aus den Händen des stell. Landrates Althaus das Bundesverdienstkreuz am Bande. Damit wurde sein gesellschaftlicher und kultureller Einsatz in geeigneter Form gewürdigt.
 
Die Mitgestaltung von Konzerten in Müsen und im Kurpark rundeten das Jahresprogramm ab.

2006 - Das Jahr brachte gleich zu Anfang Neuerungen im Vorstand. Eckhard Kohl beendete auf eigenen Wunsch seine Amtszeit als 1. Vorsitzender. Zum Nachfolger wurde Thomas Mrogenda gewählt.

Am 18. Februar erhielt der Chor die traurige Nachricht, dass der ehemalige Chorleiter Klemens Böhmer im Alter von 76 Jahren verstorben war. Über 48 Jahre lang hatte er den Chor mit seinem hohen Sachverstand geprägt . Die Krönung seiner Chorleiterlaufbahn war der Titel „Meisterchor“, den er mit der Liedertafel im Jahre 1984 errang.

2007 - Das Jahr begann bereits im Januar mit einem Höhepunkt. Gemeinsam mit dem ukrainischen Chor „Blagovist“ konnte den Besuchern in der kath. Kirche in Freudenberg wieder ein besonders schönes Konzert geboten werden.

Rechtzeitig zum 165-jährigen Vereinsjubiläum musste ein neues Klavier angeschafft werden. Der Dank des Vereines gilt den zahlreichen Sponsoren.

Mit Erfolg nahm der Chor im Juni an einem hochrangig besetzten Chorwettbewerb in Hüttenberg teil. Ein weiterer Höhepunkt war das Sommerfest im August, das anlässlich des 165-jährigen Vereinsjubiläums mit befreundeten Vereinen rund um das Sängerheim begangen wurde.

Mitte September führte der Verein einen Mehrtagesausflug nach Prag durch. Diese Reise, bei der der Chor u.a. im Veits-Dom in Prag eine Probe seines Könnens zeigen konnte, bescherte viele schöne und unvergessliche Eindrücke.

Im Oktober lud der Chor zu einem Konzert mit dem Blasorchester Kreuztal unter der Leitung von Arnim Klüser ein.

Die erfolgreiche Teilnahme am Chorwettbewerb in Berleburg-Berghausen, bei der der Chor die Qualifikation „Leistungschor im Chorverband NRW“ weiterhin erringen konnte, beendete ein reichhaltiges Jahresprogramm.

Auch für das Jahr 2008 hat sich der Chor wieder viel vorgenommen. Verstärkte Auftritte in der Öffentlichkeit sowie eine erneute Teilnahme am Zuccalmaglio-Volksliederwettbewerb waren neben einigen Konzertteilnahmen vorgesehen. Zunächst galt das Hauptaugenmerk dem 10-jährigen Chorleiterinnen-Jubiläum von Frau Dagmar Klüser bei der Freudenberger Liedertafel, verbunden mit einem Konzert mit befreundeten Chören sowie einem Sommerfest am 20./21. September im und rund um das Sängerheim.

2009 wurde ein besonderes Ereignis im Sängerheim gefeiert. Die Errichtung des Sängerheimes vor 20 Jahren. Der MGV Liedertafel Freudenberg hatte viele Freunde des Vereins sowie Sponsoren eingeladen. In ungezwungener Atmosphäre wurde gefeiert und befreundete Chöre gaben einige Kostproben ihres Repertoires. Der Vorsitzende Thomas Mrogenda schilderte, wie es zum Beschluss des Baus eines Sängerheims gekommen war und dankte im Besonderen Gerd Hilse und den Sängern für das damals aufgebrachte Engagement.
Bereits am Freitagabend fand ein Konzert der Police-Coverband „Driven to tears“ statt.

Das Jahr 2009 war ein turbulentes Jahr. Weniger wegen der Auftritte und Jubiläumsfeier als wegen der zwischenmenschlichen Beziehungen. Nichtsdestotrotz galt es die Aktivitäten aufzuführen.

Zu Beigin eröffnete eine fröhliche Familienfeier im Februar den Reigen an Vereinsaktivitäten im Jahr 2009. Im April wurde wieder einmal das Skatturnier erfolgreich durchgeführt. Der Vatertagsausflug am Himmelfahrtstag führte die Truppe ins feuchtfröhliche Linz. Der im Juni geplante Zuccalmaglio-Wettbewerb in Schmallenberg wurde leider aufgrund der Erkrankung von Frau Klüser abgesagt. Im Sommer wurden Ständchen beim Tunnelfest und beim Schlossbergfest dargebracht. Das ARGE-Konzert zum 50-jährigen Bestehen der ARGE Freudenberg ist beim Freudenberger Publikum sehr gut angekommen. Das Weihnachtskonzert in der Ev. Kirche in Freudenberg war ein gelungenes Konzert und in Kombination mit dem Posaunenchor Freudenberg besonders reizvoll und ist unbedingt wiederholungsbedürftig. Der Weihnachtsmarkt rundete die Aktivitäten des Vereins für 2009 ab.



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Neue Männer braucht der Chor

2010 bis 2014

Das Jahr 2010 brachte personell einige Veränderung. Im Januar zur Vollversammlung stand aus beruflichen Gründen der bisherige Vorsitzende Thomas Mrogenda nach vier Jahren nicht mehr für die Funktion des Vorsitzenden zur Verfügung. Er erklärte sich jedoch bereit, für ein weiteres Jahr das Amt des Geschäftsführers ausüben zu wollen. Nach Beratung und Sitzungsunterbrechung stellte sich für das Amt des Vorsitzenden schließlich der Ehrenvorsitzende Gerd Hilse zur Verfügung. Dieser hatte zwar das Zepter vor 9 Jahren aus der Hand gelegt, tritt aber nach damals 22 Jahren nochmals für eine weitere Amtsperiode an.

Im Mai 2010 trennten sich dann nach 12 Jahren guter und erfolgreicher Arbeit, die Wege von Chorleiterin Dagmar Klüser und des MGV Liedertafel Freudenberg. Als Nachfolger heißen die Sänger Dieter Ohm in Freudenberg Herzlich Willkommen und wünschen ihm Viel Erfolg und Spaß bei der Chorarbeit.

2011 stand unter dem Motto Neue Männer braucht der Chor. Mit einer groß angelegten Werbeaktion des MGV Liedertafel 1842 Freudenberg sollte angesichts der Verluste vieler Sänger in zahlreichen Chören des Siegerlandes der MGV Liedertafel 1842 Freudenberg nicht untätig bleiben. Denn der Trend des Mitgliederschwundes ging auch an diesem traditionsreichen Männergesangverein nicht spurlos vorbei. Zählte der Verein vor etwa 20 Jahren noch knapp 50 aktive Mitglieder, so halbierte sich diese Zahl nahezu bis 2011. Um diesem negativen Trend entgegenzuwirken, wurde das Jahr 2011 zum Jahre der Mitgliederwerbung erklärt.

Zusammenhang mit ihrer Werbeaktion für neue Sänger, trat der MGV kurzentschlossen am Sonntag auf dem Frühlingsmarkt auf. Es wurden an zwei verschiedenen Orten Lieder zum Vortrag gebracht und Werbeflyer für Singprojekt am 6.Mai an die Freudenberger Männer verteilt. Bei der Bevölkerung wurde die Aktion sehr gut aufgenommen. Die Männer des MGV können zufrieden mit der Aktion aber sie wissen , dass sie sich jetzt nicht ausruhen können sondern weiter aktiv Sängerwerbung betreiben müssen.

Anfang Oktober gönnte sich der Chor ein Wochenende in Speyer bei besten Spätsommerwetter

Beim Leistungssingen des Chorverbandes NRW am 23.10.2011, ausgerichtet vom Kreischorverband Unna-Kamen, nahm der MGV Liedertafel Freudenberg mit Erfolg teil. Für den Vortag eines Wahlchores und 2 Volksliedern wurden die Sänger unter der Leitung von Chordirektor Dieter Ohm mit 2 mal gut und 1 mal sehr gut bewertet, was zur Führung des Titels "Leistungschor" für 3 Jahre berechtigt.

2012 feiert der älteste Gesangverein in Südwestfalen sein 170-jähriges Bestehen. Deshalb fand anlässlich des Jubiläumsjahres, gemeinsam mit befreundeten Chören, im Sängerheim am Silberstern der Festkommers statt. Mit dem Frauenchor „Feinklang“, dem Gemischentenchor „Via Nova“ Schreiberhof und den Liedertafelmännern startete man ins Festjahr. Als zweiten Höhepunkt im Jubiläumsjahr fand ein Frühschoppenkonzert mit den Zwischentönen am Sängerheim statt. Zum dritten Festakt veranstalteten die Sänger ein Benefiz-Konzert in der Katholischen Kirchet. Zu diesem musikalischen Ereignis haben der katholische Kirchenchor, der MGV Eiserfeld, der MGV Liedertafel, das Streicher-Ensemble „Rondo da Capo“ und die Sopranistin Susanne Subanski mitgewirkt. Die Erlöse von 1000,-€ wurden der Stiftung Gut für Freudenberg überreicht.

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Das Sängerheim macht Schlagzeilen

"the roof is on fire" 2014 bis 2016

Im Jahr 2014 feierte der Verein das 25-Jährige Jubiläum zum Bau des Sängerheims und ehrte die Leistungen der Sänger um Gerd Hilse, die das Vereinsheim in nur neun Monaten errichteten. Im Zuge der Jubiläumsvorbereitungen wurde nicht nur das Sängerheim auf Vollglanz gebracht sondern auch die Beschallungstrechnik modernisiert. 
Zitat Begrüßungsrede zum Sängerheimjubiläum von Dr. Jörg Zwinscher (1. Vorsitzender):

"Wir würden uns freuen wenn aus diesem Ort in Zukunft, ein Zentrum für die gesamte Freudenberger Chor- und Musikszene entstehen könnte. Wir bieten die Möglichkeit, an einem zentralen Ort, zu Proben sich künstlerisch weiter zu Entwickeln, sich untereinander auszutauschen und die unterschiedlichen Aktivitäten zu bündeln, um so neue Kräfte und Ideen zu entwickeln." 
In diesem Jahr stand Gerd Hilse auf eigenem Wunsch, dem Vorstand nicht mehr zu Verfügung. Ihm folgte Dr. Jörg M. Zwinscher, der erst zwei Jahre zuvor im Zuge der verstärkten Mitgliederwerbung dem Verein beitrat und neue Visionen in den Verein brachte. Die Chorreise führte zu den Wurzeln aller Liedertafeln nach Berlin, bei der die Sänger in der Reichstagskuppel ein Ständchen unter dem Beifall der Besucher darbieten konnten.

Am 21. April 2015 steht das Sängerheim nach Brandstiftung im Flammen. Dabei werden alle im Archiv gelagerten Dokumente vom Jahr 1885 bis 2012 vernichtet. Die Historischen Unterlagen des Traditionsvereins sind bis auf wenige Urkunden und der stark beschädigten seidenen Fahne aus dem Jahr 1885 verloren. Der Anbau musste vollständig abgerissen werden und die Halle wurde im Laufe des Sommers grundsaniert. Im September konnten die Sängerproben wieder im Heim durchgeführt werden. Unser ehemalige Vorsitzende Eckhard Kohl feierte als  erster  Mieter in der sanierten Halle seine goldenen Hochzeit. 

2016 weihten die Sänger beim Winterfest, den vom Schreinermeister Karl Hünteler gefertigten neuen Fahnenschrank ein. Dieser beherbergt neben einigen Siegerpokalen und Bannern auch die zum 100-Jährigem bestehen gestiftete Vereinsfahne. Bei der Wiedereinweihung des restaurierten und modernisierten Sängerheims, verfügt die Immobilie über einen neuen Anbau mit Requisiten- und einem Multifunktionsraum der als Stuhllager oder zum Aufbau eines Buffets, genutzt werden kann. Die Bühne und die Halle wurden zusätzlich mit einer Theater- und Veranstaltungsbeleuchtung ausgestattet.

Die
räumlichen Voraussetzungen für ein Freudenberger Chor und Veranstaltungszentrum waren geschaffen.


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